AsF Mitte Jubiläum

Die SPD-Frauen in Mitte feiern ihr 35-jähriges Bestehen

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte“ – unter diesem Motto der früheren Familienministerin Käte Strobel feierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Ortsverein Eschweiler-Mitte am vergangenen Freitag ihr 35-jähriges Bestehen. Am 24. März 1977 wurde sie von zwölf Genossinnen des Ortsvereins gegründet.

Bei der Jubiläumsfeier im „Culture Café“ ließen die SPD-Frauen die vergangenen dreieinhalb Jahrzehnte politischer Frauenarbeit in Stadtmitte noch einmal Revue passieren. Dabei wurde eines ganz besonders deutlich: In den vergangenen 35 Jahren hat sich in der politischen Landschaft vieles bewegt – etliche Verbesserungen wurden von Frauen für Frauen bewirkt.

Dass das Ziel der AsF Eschweiler-Mitte, nämlich Frauen gleichermaßen am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben zu lassen, zu einem großen Teil erreicht wurde, zeigt sich besonders in der Tatsache, dass gerade aus Eschweiler-Mitte viele Frauen in Mandaten und Funktionen der SPD auf kommunaler Ebene vertreten sind: So stellt die fast 70 Genossinnen starke AsF Mitte unter anderem mit Helen Weidenhaupt die stellvertretende Bürgermeisterin und mit Christiane Karl die stellvertretende Städteregionsrätin.

„Und es zeigt auch, dass die politische Frauenarbeit in Eschweiler-Mitte auf fruchtbaren Boden gefallen und auch in der politischen Realität angekommen ist“, machte Désirée Meuthen, die Vorsitzende der AsF Eschweiler-Mitte, in ihrer Ansprache deutlich. Dabei möchte es die AsF aber nicht belassen: „Das Ziel wird es trotz Emanzipation auch weiterhin sein, Frauen zu aktivieren sowie die Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern voran zu treiben“, so Désirée Meuthen.

Ortsvereinsvorsitzender Thomas Ladwig, der sich gemeinsam mit seinem Stellvertreter Stephan Löhmann und dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling in die Damenrunde „gewagt“ hatte, erinnerte in seinem Grußwort an die Anfänge der politischen Frauenarbeit: „Bei unserer ersten Vorstandswahl nach der Einführung der Geschlechterquote innerhalb der SPD gab es eine eigene Frauenliste, was nicht allen unseren Mitgliedern gefiel. Heute darf ich zu meiner Zufriedenheit feststellen, dass das Thema Quote in unserem Ortsverein nur dann noch eine Rolle spielt, wenn es gilt, andere daran zu erinnern“.

Ein gemeinsames Buffet rundete die Jubiläumsfeier, bei der mit Resi Charras auch noch eine der Gründerinnen anwesend war, ab. Außerdem erhielten alle Anwesenden eine Ausgabe der Jubiläumsschrift, die eigens für das 35-jährige Jubiläum erstellt worden war und einen Abriss über die dreieinhalb Jahrzehnte sozialdemokratischer Frauenpolitik in Eschweiler-Mitte gibt.

Die Festschrift kann hier herunter geladen werden.