Alex

Ein Vierteljahr Hauptstadt

Drei Monate in Berlin sind ein kleines, aber für mich feines Jubiläum, das ich gerne zum Anlass nehme, an dieser Stelle den Text eines Liedes zu veröffentlichen, das mir ein lieber Freund aus der Heimat vor einigen Wochen geschenkt hat.

Der Inhalt beschreibt wahrscheinlich sehr treffend die Sicht der “Zurückgelassenen”, aber jede Zeile spricht auch mir aus der Seele:

“Glücklich in Berlin” von Anna Depenbusch:

Hallo, wie schön, Dich hier zu sehen,
es scheint Dir gut zu gehen.
Ich glaube, Du bist glücklich in Berlin.
Dein großer Traum, seit vielen Jahren, scheint endlich wahr zu sein.
Ein Teil von mir wünscht Dir dafür viel Glück.
Und ein Teil von mir wünscht Dich hierher zurück.

Ja, es ist schön, wenn Du mir schreibst,
wen Du so triffst und was Du treibst.
In dieser Stadt kennst Du Dich aus.
Ich mein’, wer sehnt sich da nach Haus?
Ein Teil von mir freut sich sehr für Dich.
Und ein Teil denkt: Berlin wär’ nichts für mich.

Zu groß, zu klein, zu nah, zu weit.
Das eine geht, das andere bleibt.
Dass ich Dich beneide, wär’ doch irgendwie gelogen,
doch es ist toll, Du hast das große Los gezogen.

Du sagst, Du bist jetzt mittendrin,
denn alles andere macht keinen Sinn.
Weil hier die weite Welt beginnt
und so das wahre Leben klingt.
Ein Teil von mir fragt sich, wofür die ganze Suche ist.
Und ein Teil hofft, dass Du zufrieden bist.

Zu groß, zu klein, zu nah, zu weit.
Das eine geht, das andere bleibt.
Ein Teil von mir wünscht Dir von ganzen Herzen Glück.
Und ein Teil von mir wünscht Dich hierher zurück.

Zu groß, zu klein, zu nah, zu weit.
Das eine geht, das andere bleibt.
Ein Teil von mir wünscht Dir viel Glück.
Ein Teil von mir wünscht Dich zurück.
Dich zu beneiden, wär´ doch irgendwie gelogen,
doch es ist toll, Du hast das große Los gezogen.

Hallo, wie schön, Dich hier zu sehen,
es scheint Dir gut zu gehen.

Ich glaube, Du bist glücklich in Berlin…